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Fakten und Infos
Erstes Schauspiel im Jahr 2006

Erstes Schauspiel im Jahr 2006

Thema: Synode von Clermont und Auszug des ersten Kreuzfahrerheeres (mehr unter "Alles zur Schlacht")

Im Herzen Europas wird im kommenden Jahr das erste Kreuzzugspektakel stattfinden. Im Saarland. Verschiedene Kommunen des Saarlandes zeigen Interesse dieses Mittelalterspektakel in ihre Gegend zu bekommen. Wir von der Vereinsführung beabsichtigen die Schlacht auf einem grossen Gelände eines Reitvereins auszutragen. Erste Gespräche den Reitverein als Partner zu gewinnen sind verabredet. Die Vorteile der Zusammenarbeit mit einem Reitverein liegen auf der Hand:

  1. Die teilnehmenden Ritter zu Pferde werden ihre Tiere gut versorgen und auf Koppeln laufen lassen können.
  2. Auf der Reitbahn haben wir aussreichend Platz für die Schlacht.
  3. Es gibt genügend Platz für gewerbliche Stände und Bühnen
  4. Wiesen für ein Lager sind vorhanden, sanitäre Einrichtungen ebenso.
 
Wettk?mpfe

Wettkämpfe

Als Wettkämpfe für Reenators könnte ich mir gut vorstellen, neben den klassischen Wettkampfdiszipilinen wie Bogen-, Armbrustschießen, Speerwerfen auch Schaukampf auzuloben. Hier wäre überlegenswert jeweils zwei, die sich als Partner gemeldet haben, Schaukämpfe in verschiedenen Disziplinen vorführen zu lassen. Das könnte sein: Schwert und Schild gegen Schwert und Schild, Dolch und Schild gegen Schwert und Schild, ...... Es gibt sicher noch viele Kombinationsmöglichkeiten. Die beste Schau, der beste Stunt soll Sieger sein. Das ganze nach einem Punktesystem, oder aber immer zwei Pärchen neben einander und die bessere Show kommt weiter. Letztere Möglichkeit ist sicherlich die Einfachste.

 
Quellangaben so weit bekannt - wenn nicht von uns

Quellangaben so weit bekannt

Texte, die in dieser Homepage zu finden sind, sind bei weitem nicht alle von uns selbst geschrieben. Texte, die zu unserem Thema passen und eine weitere Verbreitung verdienen, wurden von uns teilweise oder ganz übernommen oder gar für uns geschrieben. Soweit uns Autoren bekannt sind, nennen wir diese und geben einen Link zur entsprechenden Homepage. Texte guten Inhalts wurden in der einen oder anderen Variante im Netz schon oft kopiert, so dass nicht immer exakt zu sagen ist, wer der ursprüngliche Autor ist. Wer einen bis dato unbekannten Autor erkennt. Möge dies mitteilen, damit wir ihm zu Ehren seinen Namen und einen Link setzen können.

Im Re-enactment Bereich wurde uns folgende Autoren bekannt gegeben:

Andreas Sturm, www.rete-amicorum.de

Autor unbekannt, doch Ursprung wahrscheinlich von www.tempora-nostra.de

Für die Bekanntgabe bedanken wir uns und machen nochmals darauf aufmerksam, dass wir für den Inhalt verlinkter Seiten nicht verantwortlich sind. Gute Pages kann uns jeder registrierter User senden. Wir sammeln die Eingaben und veröffentlichen diese auf einer seperaten Linkseite.

 
Was wird im Rahmen unseres Reenactment Vereins dargestellt?
Was wird im Rahmen unseres Reenactment-Vereins dargestellt?
Wir wollen historischer Ereignisse nacherleben. Wir kämpfen uns schwerpunktmässig Richtung Jerusalem. Aber auch anderen Reenactors, mit anderen Ereignissen, möchte wir eine Heimat bieten z.B. den 1476gern. Prinzipiell sind wir der Ansicht das Schlachten Massenschlachten sein müssen, damit sie wirken. Darum ist es wichtig jeden den man kennt dazu zu bewegen uns beizutreten. Denn das Ziel sind regiegesteuerte Monumentalschlachten a la "Königreich - Der Himmel". Wir hoffen es gelingt unserer Regie für dieses Thema Historiker und Militärtaktiker zu gewinnen, die uns bei der Umsetzung der Historie zur Seite stehen. Besonders willkommen sind Pferdebesitzer welchen wir in Lehrgänge Ausbildung zum ritterlichen reiten anbieten. Hiervon ganz abgesehen finden wir auf unseren Schlachtfeldern aber auch immer Spielraum für Pferde, die nicht trainiert sind.
Orient und Ocident
Weit über die Schlachten hinaus möchten wir mit diesem Verein die Darstellung des Mittelalterlichen Lebens im Allgemeinen wiederzugeben. Und zwar sowohl des christlichen als auch des jüdischen und orientalischen Lebens. Setzen wir also neue Zeichen und packen dies Projekt an!
Um hierbei Hilfestellung zu leisten bzw. Ideen zu liefern haben wir mal eine kleine Liste mit mittelalterlichen Berufen erstellt. Prinzipiell sind wir der Ansicht, das fast jeder heutige Beruf eine Vorform im Mittelalter findet, deren Darstellung es lohnt reenactet zu werden. Aus diesem Grund wird selbstverständlich ein historischen Handwerks- und Handelsplatz mit  christlichem, jüdischen und orientalischem Marktgeschehen immer dabei sein und das ist es was man als living history bezeichnet

Reenactment hat zwar nichts mit der Verbreitung oder Vermittlung religiöser oder weltanschaulicher Überzeugungen zu tun, es sollte eine vergangene Epoche objektiv und wertfrei darstellen, jedoch allein nur darzustellen bedeutet die Vergangenheit in die Gegenwart zu reissen und das Lernen für die Zukunft aus Fehlern der Vergangenheit zu versagen. So soll denn auch die geistige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein Thema dieses Vereins sein.

 
Fechten auf Leben oder Tod - verschiedenen Strategien

Fechten auf Leben und Tod – verschiedene Strategien.

Beim Fechten auf Leben und Tod, muß der Fechter im Vorfeld einige Grundentscheidungen treffen. Welches Ziel verfolge ich? Daraus ergibt sich auch, welches Risiko der Fechter bereit ist, einzugehen. Diese Risikobereitschaft kann im Extremfall den eigenen Tod billigend in Kauf nehmen.
Oftmals ist die Vermeidung eines Kampfes auch eine Strategie. Der Fechter ist hier nur für den Notfall zu einem Kampf bereit.
Verschiedene Situationen:
Ein Fechter steht mehreren Gegnern gegenüber.
In dieser Situation ist ein Kampf fast immer aussichtslos. Die Kontrahenten werden ihn früher oder später umringen und gefangen nehmen oder töten.
Hieraus ergibt sich eine Möglichkeit, die mit der schlichten Flucht beginnt. Wenn sich das Feld der Verfolger auseinander zieht, kann sich der Verfolgte zum Kampf stellen und mit etwas Glück den ersten Verfolger verwunden oder töten, bevor seine Kumpanen ihm zur Hilfe eilen können: einer weniger.
Nun heißt es erneut: rennen. Hat sich das Feld der Verfolger wieder auseinander gezogen, kann der Verfolgte das Spiel wiederholen. Hieraus ergibt sich eine gewisse Überlebenschance, die nicht gegeben wäre, würde sich der Verfolgte gleich zum Kampf stellen.

Fechten in der Gruppe
Bei dieser Art des Fechtens ist es Wichtig ein Ziel gemeinsam zu erreichen. In einer Schlacht kann dies simples Überleben sein. Dann lautet die Devise: Haltet die Reihen geschlossen und demoliere nicht deinen Nachbarn! Daraus ergeben sich gewisse Einschränkungen hinsichtlich der Schlagtechniken (und Ausholbewegungen).
Bei der gemeinsamen Bekämpfung eines Gegners sollte einer diesen "binden" und ein Mitstreiter kann versuchen sich in den Rücken des Gegners zu bewegen. Gelingt dies, so verkürzt sich die Länge des Kampfes erheblich ...
Ein leicht überlegener Gegner
kann durch einen Bluff getäuscht und entmutigt werden. Biete man seinem Gegner zum Beispiel an, er dürfe sich einen seiner Freunde zu Hilfe holen, (man würde auch auf ihn warten,) so kann dies zu dessen erheblichen Verunsicherung führen. Eventuell kann man sogar mit diesem Bluff den Kampf vermeiden. Und in vielen Situationen ist ein nicht geführter Kampf ein gewonnener Kampf sein. Wer um des Kampfes Willen kämpft ist häufig ein extrem guter Fechter (der durch seine großen Fähigkeiten mit dem Gegner „spielen“ kann) oder er ist mit mäßiger Intelligenz gesegnet. Letzteres dürfte der häufigere Fall sein.
Jeder Kampf ist auch Psychologie

Lautes aggressives Schreien wirkt psychologisch ähnlich wie ein Bluff. Der Nachteil dabei ist, daß hier der Kampf bereits begonnen hat. Außerdem ist darauf zu achten, sich in keinem Kampf dem Konzept des Gegners zu unterwerfen. Organisiere das Spiel nach deinen eigenen Regeln.


Wie kämpft man gegen einen schlechten Fechter?

Schlechte Fechter sind gekennzeichnet durch häufig auftretende Angewohnheiten: große Sprünge statt Schritte, zu kleine Ausfälle, wenig Standfestigkeit.
Einen solchen Fechter sollte man provozierend anzugreifen. Er wird nach jedem Ausfall unsicher stehen. Außerdem wird er alles wenig sicher und chaotisch parieren. Man kann ihn durch Scheinattacken in Sicherheit wiegen, indem man sich und ihm viel Zeit läßt. Dabei darf er jedoch nie zur Ruhe kommen, damit er keine Zeit hat, sich an deinen Stil anzupassen und diesen zu analysieren. Solche Fechter sind oftmals begabt („nur“ Anfänger) und dürfen nicht unterschätzt werden. Unter diesen Bedingungen gilt es einen Fehler des Gegners auszunutzen und diesen zu entwaffnen, oder zu „erledigen“.
Wie kämpft man gegen einen erstklassigen Fechter?!?
Hier gilt es keine Fehler zu machen. Jeder eigene Fehler kann der letzte sein. Große Attacken werden kaum zum Erfolg führen. Erstklassige Ziele, wie Herz und Kopf wird einem ein solcher Gegner nicht bieten – außer im Zuge einer Finte.
Bei einem solchen Gegner führen eher die kleinen Attacken auf Hand, Arme und Beine zum Erfolg. Die Summierung der Schadenswirkungen schwächt den Gegner und macht ihn dadurch beherrschbar.
Eine weitere Möglichkeit sind starke Schläge auf das gegnerische Schwert. Die Erschütterungen schwächen das Handgelenk des Gegners. Dieser wird dadurch unruhig, eventuell läßt er sich sogar zu einer vorschnellen Attacke hinreißen, die dann eine Möglichkeit zum Konter bietet.
 


Schaukampf: Wie man sich nicht gegenseitig erschlägt
– und es dennoch so aussehen läßt ...

       
Im Schaukampf kommt es nicht darauf an zu gewinnen. Vielmehr soll einem Zuschauer gegenüber die Illusion eines Kampfes aufgebaut werden.
Es kommt also auf eine gute Choreographie an! Damit ist nicht gemeint, daß man möglichst viele schnelle und komplizierte Techniken aneinanderhängt. Davon hat ein ungeschultes Publikum nichts.
Die Aktionen sollten verständlich und möglich sein. Bei (für das Publikum) unverständlichen Aktionen fangen die Zuschauer schnell an, sich zu langweilen.
Eine langsame und verständliche Fecht-Sequenz kann für die Zuschauer ansprechender sein, als eine sehr schnelle, technisch anspruchsvolle (nur noch für Vollprofis verständliche) Techniken-Abfolge.
Für das Publikum ist es auch wichtig, anfangs eine klare Aufteilung in „gute“ und „böse“ Charaktere vorzufinden. Um eine Charakterentwicklung von „gut“ nach „böse“ oder umgekehrt darstellen zu können, benötigt man ein gewisses schauspielerisches Talent. Wer diese Gabe nicht besitzt, sollte sich auf eindeutige, nicht veränderliche Charaktere beschränken. Je weniger Zeit für eine Aufführung vorhanden ist, desto weniger sollten die Darsteller von guten und bösen Prototypen abweichen. „Graudifferenzierungen“ der Charaktere erhöhen den Reiz der Aufführung nur dann, wenn genügend Zeit vorhanden ist.
Es gibt zwei grundlegend verschiedene Arten von Fechtsequenzen: die eine verzichtet völlig auf die Darstellung von Verwundung und Tod – das Duell bleibt für beide Protagonisten ohne physischen Folgen. Die andere Variante stellt auch Verletzung und/oder Tod dar. Bei dieser Variante muß dem Zuschauer gegenüber eine glaubwürdige Illusion aufgebaut werden.
 
Professionelles Sterben:

Grunderkenntnisse: Der Körper folgt der Klinge, um die Schnittlänge zu minimieren. Beispiel: Bei einem Stich dringt die Klinge in den Bauch ein, der Getroffene knickt also nach vorne zusammen. Wird die Klinge herausgezogen, folgt der Körper auch hier der Klinge. Das Opfer macht also ein Hohlkreuz und streckt den Bauch hervor. Bricht der Getroffene zusammen, so krümmt er sich und bleibt in der Embryonalstellung liegen, um die Wunde zu entlasten.
Desgleichen verhält es sich mit Schnittverletzungen. Der Getroffene folgt der Bewegungsrichtung der Klinge. Es ist immer gut, nach dem Treffer die Stelle, an der die Klinge eingedrungen wäre, mit der Hand oder einem Arm zu verdecken. Dadurch kann die Illusion der Verletzung aufrechterhalten werden – auch ohne Blut.
Stirbt der Protagonist, so sollte er einige Sekunden liegen bleiben, bevor er „wiederaufersteht“. Ansonsten fühlt sich der Zuschauer um die Illusion betrogen. Erfolgt keine Wiederauferstehung, kann gerade für jüngere Zuschauer ein bitterer Nachgeschmack bleiben. Dieser Nachgeschmack kann auch dadurch entstehen, daß auf der Bühne zu ernst gestorben wird. Bühnengefechte sind meist keine ernsthafte Darstellung, sondern eine Form der gefochtenen Komödie.
 
Einteilung in verschiedene Schwerttypen – welches Schwert für wen?

Da Menschen über einen unterschiedlichen Körperbau verfügen, gibt es auch für jeden Menschentypus (je nach Mentalität, Körpergröße, Kraft...) verschiedentlich geeignete Schwerter. Ein kräftiger, großer Mann wird ein anderes Schwert bevorzugen, als ein zu kurz geratener „Hänfling“. Allgemein kann man sagen, daß der normale mittelalterliche Fechter, nicht über ein großes fechterisches Wissen verfügte. In den deutschen Heldensagen werden die gewaltigen Schläge der Helden gelobt – nicht ihre technische Finesse. Solche Titanen werden große Schwerter bevorzugt haben, die über eine gewisse Frontlast verfügt haben. Dies macht einen sowieso gewaltigen Schlag noch gewaltiger. Technische Feinheiten sind mit einem solchen Schwert schwerlich auszuführen.
Ein kleinerer und mit weniger Körperkräften gesegneter Fechter, wird ein ausgesprochen frontlastiges Schwert vermeiden. Wer sein Ziel nicht mit roher Gewalt erreichen kann, sollte sich eher auf Techniken besinnen. Je defensiver die Person ist, desto besser ist sie mit einem „hecklastigen“ Schwert bedient.
Vorne abgerundete Schwerter, hatten den Vorteil, in den meistens weichen Schilden (Pappelholz etc.) nicht stecken zu bleiben, wenn ein Stich fehlging. Sehr erfahrene Fechter (zum Vgl. Kreuzzüge, Tempelritter) hatten sehr oft sehr spitze Schwerter. Mit einem solchen Schwert sind Stichtechniken erheblich wirksamer. Gegen derartige Techniken sind Kettenhemden nur noch ein eingeschränkter Schutz.
Schon aus diesen vier Faktoren lassen sich diverse Schwerttypen kombinieren. Es gibt also kein universell optimales Schwert.
 
Schaukampfschwerter
Wer mit dem Schwertfechten gerade erst beginnt, sollte sich ein GUTES und SCHAUKAMPFTAUGLICHES Schwert kaufen. Gute schaukampftaugliche Schwerter sind nicht zu hart in ihrem Stahl.
Sehr harte Klingen brechen schon mal ... So hatte ich dann die obere Hälfte des Trainingsschwertes meines Trainingpartners im Gesicht stecken ... Es tut gar nicht so sehr weh. Und auf einer Wiese kann man auch keinen Teppich voll bluten. Etwas höher und ich hätte jetzt eine dekorative Augenklappe, tiefer und der Oberkiefer wäre weg ...
Was ich damit sagen möchte ... Ich hasse überharte Billigschwerter!!!
(Zu weiche Schwerter bekommen leicht Scharten. Diese wirken dann wie eine Säge ... "Auch nich gut".)
Es ist schwer eine gute Bezugsquelle aufzutun. Ich persönlich habe einen guten Schmied in der Slovakei. Da aber nicht jeder in der Slovakei Urlaub macht möchte ich eine gute im Internet präsente Quelle nennen.
Jedem ist die Wahl selber überlassen. Ich habe gute Erfahrungen mit diesen Klingen gemacht und kann sie reinen Herzens weiter empfehlen (www/lutel.cz).

Die Grundtechniken für das Schwert:
Vorbemerkungen: Wir trainieren mit einem Partner, nicht mit einem Gegner. Behandelt euren Partner schonend – die Beschaffung des Nachschubes könnte sich als schwierig erweisen. Ein Baseballschläger ist ein Kinderspielzeug – verglichen mit einem Schaukampfschwert! Nicht schaukampftaugliche Schwerter – besonders Dekoschwerter – bergen eine nicht überschaubare Unfallgefahr. Seid nett zueinander.

Zwerg, Ochs, Eber, Dach
   
Zwerg:Der Zwerg ist ein horizontaler Hau (Schlag, Schwertstreich). Von der Körpermitte aus wird er 90̊ bis 130̊ weit ausgeholt und entsprechend weit bis auf die andere Seite horizontal geführt. Dabei sollten die Arme gestreckt sein, um die Reichweite zu erhöhen. Näheres ist den Bildern zu entnehmen. Bei jedem Schlag geht man während des Schlagens einen Schritt vorwärts.
Zwergparade: Man wehrt das gegnerische Schwert mit der Schmalseite der Klinge ab. Dabei sollte die eigene Klingenspizet etwas nach vorne zeigen, damit sie bei einem kräftigen Schlag nicht bis auf den Kopf des Verteidigers zurückschlagen kann. Die Arme sind auch hier wieder gestreckt. Ein tiefer Stand ist bei allen Paraden und Angriffen gut für die eigene Stabilität.
       
Ochs: Der Ochs ist ein Schwertstreich, der von schräg oben „diagonal spaltend“ auf die gegenüberliegende untere Seite geführt wird. Er zielt auf das Schlüsselbein und hat eine angenommene „Austrittsstelle“ bei der gegenüberliegenden untersten Rippe. Der Streich wird über dem Kopfe ausgeholt. Dabei sollte das Schwert „nicht nach hinten fallen“. Es wird wieder mit gestreckten Armen geschlagen (vgl. Bild).
Ochsparade: Das eigene Schwert sollte das gegnerisch Schwert in einem 90̊ Winkel treffen. Die Schwertspitze muß erheblich höher gehalten werden als der Griff, damit eine Neigung entsteht, auf der das Schwert des Angreifers bis auf die Parierstange abgleiten kann. Dies erhöht die Kontrolle über das Schwert des Angreifers.
Achtung: Hoch parieren (besser für den Kopf...).
Vor dem Körper parieren (besser für das Gesicht...).
   
Eber: Eber: Der Eber ist die gegenläufige Bewegung zum Ochsen. Eintritts- und Austrittsstelle sind gedanklich vertauscht. Der Eber kann auch tiefer gezogen werden.
Eberparade: Das eigene Schwert sollte das gegnerische Schwert in 90̊ abwehren. Mit einem Schritt zurück sichert man die angegriffene Seite. Gestreckte Arme sind wichtig um die nötige Reichweite zu erzeugen!
           
Dach: Beim Dachschlag wird das Schwert über dem Kopf ausgeholt und sollte, wie beim Ochsen, nicht zu weit nach hinten geführt werden. Die Trefferregion ist das Schädeldach und soll den Gegner spalten. Bei diesem Schlag sollte man besonders gut auf seinen Trainingspartner achtgeben.
Dachparade: Die Dachparade gleicht weitgehend der Ochsparade. Es ist verstärkt darauf zu achten, daß die Klinge Kopf und Schulterbereich deckt. Ein häufiger Fehler: Die Hände wandern beim üben immer weiter zur Mitte... Das ist nicht gut für die Finger!

 
Reenactment - unser Verst?ndnis
Wo wollen wir unser Reenactment durchführen?

 

Als Monumentalschauspielgruppe fühlen wir uns natürlich der Öffentlichkeit verbunden. Erst die Öffentlichkeit wird uns in die Lageversetzen die Mittel zu erwirtschaften vor eigenen Kulissen zu spielen. Drum sind wir dem Publikum freundlich gestimmt. Aber zunächst führen wir unsere Mitglieder zusammen und wünschen uns aktive Gruppen in möglichst vielen Kreisen Deutschlands und rege Teilnahme an regionalen Veranstaltungen. Der Verein unterstützt Euch durch den Verleih von Zelten und wenn Ihr Eure Kasse aufbessern wollt, durch Kommissionsware, die ihr im Vereinsladen verkaufen könnt.

 

Unsere jährliche interne Vereinsfeier unter Ausschluss des Publikum dient sowohl dem Einstudieren unseres Schauspiels als auch unserem Spass. Bei ausreichender Beteiligung werden wir sicher Trainer und Spielleute dabei haben. In Abhängigkeit unserer Vereinsstärke und unserem Schauspiel werden wir uns unterschiedliche Plätze suchen, jedoch wollen wir uns nicht in Abhängigkeit von Burgherren geben. Große freie Wiesen sind für Schlachten Mann gegen Mann das geeignetere Terrain. Das Feld auf dem Helden geboren werden und sterben.

 

Reenactment - Begriffserklärung

 

to reenact (engl.): wieder in Kraft setzen; thea. neu inszenieren; wiederholen.

 

Der Begriff re-enactment wurde zum ersten mal von dem englischen Philosophen und Historiker Robin George Collingwood (1889 - 1943) geprägt. Collingwoods Theorie vom re-enactment ging davon aus, dass der Historiker nur dadurch Kenntnis über die Vergangenheit erlangen kann, indem er die Gedanken nachvollzieht, die sich in den überlieferten Quellen ausdrücken.

 

Seit den sechziger Jahren benutzt man den Begriff für den Vorgang, ein historisches Ereignis möglichst realistisch nachzustellen. Ausgehend von den USA und England ist re-enactment zu einer Freizeitbeschäftigung sowohl für Historiker als auch Laien geworden. Man nennt diese Männer und Frauen re-enactors.

 

Viele re-enactors wollen sich jedoch nicht auf das Nachspielen militärischer Handlungen beschränken. Sie versuchen auch das alltägliche Leben so realistisch wie möglich nachzuvollziehen. So wird der Begriff von der eigentlichen Schlachtdarstellung häufig auf das gesamte Umfeld ausgeweitet. Re-enactment und living history werden heute deshalb oft als Synonyme verwendet.

 

 

 

Wie entsteht ein Reenactment?

 

Eine ungeschriebene Regel im Reenactment besagt, daß sämtliche Ausrüstung so originalgetreu wie möglich sein muß. Dies gilt für ein einfaches Paar Schuhe genauso wie für einen kompletten Blidennachbau. Um solche Ausrüstung herzustellen ist gründliche Nachforschung erforderlich. Als Quellen und Vorbilder dienen vornehmlich Grabungsfunde, zeitgenössische Abbildungen (Manuskripte, Bildsteine, Statuen), Beschreibungen in historischen Texten. Solche Informationen finden sich in Museen, Museumskatalogen und in der einschlägigen Literatur.

 

Diese Ausrüstung wird zum Teil von den Reenactors selbst hergestellt, zum Teil von darauf spezialisierten Handwerkern und Händlern verkauft.

 

Selbstverständlich muss nicht nur die Ausstattung selbst, sondern auch deren handwerkliche Herstellung, sofern diese öffentlich durchgeführt wird, dem historischen Original in Material, Werkzeug und Herstellungstechnik entsprechen.

 

 

 

Welche Unterschiede bestehen zu artverwandten Aktivitäten?

 

Museen, experimentelle Archäologie, Reenactment und die sogenannten Mittelaltermärkte beschäftigen sich im weitesten Sinne mit derselben Thematik, der Vergangenheit.

 

Während Exponate im Museum in Vitrinen hinter Glas liegen, zeigt das Reenactment diese Gegenstände am lebenden Objekt in einer originalgetreuen Umgebung. Zudem “füllt” es die Räume zwischen den Vitrinen mit echtem Leben. Ein Betrachter sieht Dinge aus einer vergangenen Epoche, muss dann aber nicht einige Schritte in unserer modernen Zeit zurücklegen, um zum nächsten Ausstellungsstück zu gelangen. Aus der Summe aller Exponate eines Museums wird ein lebendiges Bild eines vergangenen Zeitalters mit entsprechender Atmosphäre. Ein Museum hat jedoch den Vorteil, dass es zumeist Originalfunde zeigt, während es sich bei den Gegenständen eines Reenactements fast ausschließlich um Nachbauten handelt.

 

Ziel eines archäologischen Experiments ist es, exakte wissenschaftlische Informationen zu einem speziellen Thema herauszufinden. Beispielsweise soll die Seetüchtigkeit eines Schiffsnachbaus ermittelt werden, die Funktionsweise einer Blide oder die Temperatur, bei der Keramik in einem Grubenbrand besonders gut gelingt. Die Experimentalarchäologen tragen bei diesen Experimenten aber nicht zusätzlich die Tracht der jeweiligen Epoche. Es geht nur um die Manövrierfähigkeit des Schiffs, nicht um die Hochseetauglichkeit der damaligen Kleidung. Daher verwenden sie modernes Ölzeug. Experimentelle Archäologie findet üblicherweise ohne Öffentlichkeit statt.

 

Mittelaltermärkte, Hunnenlager, Römeressen, Ritterspiele und Keltenumzüge finden heute in beinahe jedem größeren Ort statt. Sie sollen mehr das Flair einer vergangenen, romantisch verklärten Epoche vermitteln als die korrekten historischen Gegebenheiten vermitteln.

 

Selbstverständlich gibt es Grauzonen und Überschneidungen zwischen all diesen artverwandten Bereichen. Museen treten oft als Veranstalter von Reenactments auf und so mancher Experimentalarchäologe treibt sich auf einem Mittelaltermarkt herum.

 

Abschließend kann man sagen, daß bei Museen und archäologischen Experimenten das wissenschaftlich korrekte Arbeiten entscheidend ist, während bei Mittelaltermärkten der Unterhaltungswert im Vordergrund steht. Das Reenactment bewegt sich irgendwo dazwischen.

 

 
Freikampf

Freikampf

 

http://pflumm.piranho.de/freikampf.html 

Dieser Stil geht in erster Linie auf den Briten Colin „Rab“ Richards zurück. Er befasst sich seit 1977 mit verschiedenen historisch Kampfstilen und hat die Regeln des „Reenactment Combat Fight“ entwickelt, die mittlerweile als die „internationalen Schlachtregeln“ anerkannt sind. Diese Schlachtregeln ermöglichen es den Freikampf als internationale Mannschafts- und Wettkampfsportart auszuüben. In Deutschland wurden diese erst mündlich überliefert und fanden vor allem in der Frühmittelalter-Scene schnelle Verbreitung. Die Kämpferliste hat sie unter dem Titel „Codex Belli“ niedergeschrieben mit dem Ziel sie auch in der Hochmittelalter-Scene zu etablieren.

 

Freikampf ist ein Halbkontakt-Stil, bei dem es keinerlei Choreografie gibt. Das heißt man versucht seinen Gegner mit dem Schwert in den freigegebenen Trefferzonen ohne Wucht zutreffen. Durch die Regeln des Codex Belli ist das ganze ungefährlicher als ein Fußballspiel und kann auch mit geringem Körperschutz gespielt werden.

 

Neben den Regeln gibt es einen Ehrencodex, der im Herzen eines jeden Kämpfers entstehen sollte. Wenn ein Kämpfer zu oft das Vertrauen, den Ehrencodex oder die mündlichen und schriftlichen Regeln bricht, verspielt er seinen Ruf und kann sich bald nirgends mehr blicken lassen.

 

Da sich immer mehr Kämpfer für den Freikampf begeistern lassen und das alte System der Gesichtskontrolle nicht mehr lückenlos funktioniert, hat die Kämpferliste die „A-Karte“ eingeführt, die ihrem Besitzer sicheres und faires Kämpfen nach den Regeln des Codex Belli bescheinigen soll.

 

Für das Publikum ist dieser Stil nicht immer geeignet. Die Schläge sind oft so schnell, das das ungeübte Auge kaum folgen kann. Die Schlachten sind meist nach 5 Minuten entschieden und die Zweikämpfe schon in wenigen Sekunden. Die Reaktionen sind vielfältig von Angst über Langeweile bis Begeisterung.

 

Im Gegensatz zum authentischen Kampf, wird z. B. schon das leichte Antippen mit der Klinge oder ein Schlag mit der Breitseite als Treffer gezählt. Ebenso werden die kampfentscheidenen Körperteile wie Kopf, Gelenke, Hände aus den Trefferzonen ausgeschlossen. Dadurch lassen sich die Kämpfer auf Bewegungen ein, die in einem realen Kampf lebensmüde wären.

 

 
Codex Belli

Codex Belli

Abschrift von der KÄMPFERLISTE

 

1. Waffen

a.       Waffen fallen in eine von vier Kategorien:

                                I.            Hiebwaffen: Waffen mit Stahlklingen zu einer oder zwei Händen (Schwert, Langschwert, Axt, Langaxt, Sax...)

                             II.            Stangenwaffem: Langwaffen mit Stahlköpfen zu zwei Händen (Speer, Helebarde...)

                           III.            Fernkampfwaffen: Bögen und Armbrüste sowie Schleudern

                          IV.            Verbotene Waffen: Feuerwaffen, Leichtmetall-, Latex- oder Carbonwaffen sowie Wucht- und Kettenwaffen (Keulen, Flegel...), Peitschen

b.      Erlaubt im Nahkampf sind Hiebwaffen und Stangenwaffen mit Stahlklinge, die eine Schlagkante von mindestens 2mm aufweist und so abgestumpft ist, dass ein Eindringen in Kettengeflecht mit Ringen von 8mm Innendurchmesser ausgeschlossen ist.

c.       Erlaubt im Fernkampf sind Fernkampfwaffen, die die Zugkraft eines 50 lbs Langbogens nicht überschreiten. Es dürfen nur Pfeile oder Bolzen genutzt werden, die mit einem Schaumpolsterkopf ausgestattet sind. Der Kopf muß einen Durchmesser von mindestens 50 mm haben und auf einem fest mit dem Schaft verbundenen Kunststoffinnenkern aufbauen. Ein Eindringen der Spitze in die Augenhöhle und ein Splittern des Schaftes beim Abschuß oder Einschlag muß ausgeschlossen sein. Schleudergeschosse dürfen nicht schwerer als 80 g sein, dürfen nicht in die Augenhähle eindringen können und müssen eine Schaumpolster oder Filzoberfläche haben (Beispiel: Tennisball)

d.      Zugelassene Waffen dürfen keine strukturellen Beschädigungen oder übermäßige Scharten aufweisen

e.       Verbotene Waffen dürfen nicht eingesetzt werden

2. Rüstungen und Ausstattung

a.       Der Mindestrüstungsschutz im Mahkampf besteht aus gepolsterten Handschuhen und Kopfschutz. Der Mindestkopfschutz ist eine unterpolsterte Kettenhaube oder ein eisenverstärkter Lederhelm. Kämpfer, die nicht den Mindestrüstungsschutz tragen, dürfen nicht am Nahkampf teilnehmen.

b.      Körperschutz, besonders Schutz der Unterarme und Gelenke, wird dringend empfohlen!

c.       Verboten sind Schilde und Rüstungen mit Dornen oder scharfen Kanten

d.      Gefährliche Gegenstände (Messer...) dürfen grundsätzlich nicht mitgeführt werden

3. Verhalten

a.       Erlaubt sind Schläge mit Hiebwaffen zum Schild und Körper.

b.      Nicht erlaubt sind Stiche mit Hiebwaffen auf die obere Hälfte des Schildes und zum Körper sowie Schläge und Stiche zum Kopf oder Hals.

c.       Erlaubt sind Schläge und Stiche mit Stangenwaffen auf die untere Hälfte des Schildes oder den Körper unterhalb des Brustbeins, wenn die Waffe abwärts geführt wird.

d.      Nicht erlaubt sind Schläge und Stiche mit Stangenwaffen auf die obere Hälfte des Schildes, zum Kopf, Hals oder auf den Körper oberhalb des Brustbeins, sowie das Führen der Waffe aus einer unteren Position (Aufwärtsstich, Aufwärtsschlag).

e.       Erlaubt sind gezielte Schüsse mit Fernkampfwaffen auf den Schild und den Körper unterhalb des Brustbeins.

f.        Körpereinsatz zum direkten Angriff (Tritte, Faustschläge,...) ist nicht erlaubt.

g.       Der Einsatz von gefährlichen Gegenständen (Fußangeln,...) ist nicht erlaubt.

h.       Die Teilnahme an einem Gefecht unter Alkohol- oder Drogeneinfluß ist nicht erlaubt.

i.         Faires Verhalten ist Voraussetzung für ein gelungenes Gefecht. Wir kämpfen als Partner, nicht als Feinde!

j.        Angriffe auf Fernkämpfer, die den Mindestrüstungsschutz nicht tragen, sind anzudeuten.

k.      Nichtkämpfer werden nicht bekämpft.

4. Sonstiges

a.       Die Sicherheit der Waffen und Ausrüstung wird durch Kontrollen gewährleistet.

b.      Erste-Hilfe-Austattung muß vor Ort sein. Jeder Kämpfer soll ausgebildeter Ersthelfer sein.

c.       Minderjährige Kämpfer bedürfen der Zustimmung des Erziehungsberechtigten.

d.      Anordnungen der Kampfrichter ist unbedingt Folge zu leisten.

e.       Der Veranstalter hat das Hausrecht.

f.        Der Kämpfer muß seine Eignung an der Waffe durch die A-Karte oder eine Prüfung dazu vor Ort nachweisen.

g.       Jeder Kämpfer ist dafür verantwortlich, daß Zuschauer nicht gefährdet werden.

 

 

Eine Trefferregelung ist nicht Bestandteil der Schlachtregeln und ist gesondert abzustimmen.

 
Schwertkampfregeln

Die Begrenzung des Kampfplatzes muß angemessen sein und Kindern das Betreten erschweren.

 

Schwertkampfregeln

 

Alexander Burger, alias Friedrich Herr von Grimburg von den Raugrafen, hat mir da einen wirklich schönen Zettel zugesandt, den ich euch unbedingt zeigen muß. Ich denke, als Grundlage für den Schwertkampf sind diese Regeln Gold wert.

Vorwort:

Hier ein paar verbindliche Kurzregeln, die sich auf Jahre bewährt haben und die Basis für Schlachten sind. Es handelt sich im Folgenden um Mindeststandarts, die natürlich erweitert werden können, um das Regelwerk zu verschärfen. Gerade hinsichtlich der Materialvoraussetzungen können andere Regelungen vom Veranstalter getroffen werden: z.B. bezüglich der Rüstungen verlangen einige Veranstalter als Kopfschutz mindestens eine Kettenhaube. Natürlich sind diese weitergehenden Regelungen sinnvoll, führen aber zum Ausschluss weniger gerüsteter Gruppen. Es ist allerdings festzuhalten, dass auch die beste Panzerung nicht von der nötigen Sorgfalt entbindet, mein Gegenüber nicht zu verletzen. Man sollte mit seinem Gegenüber freundschaftlich kämpfen, so dass man sich auch nach der Schlacht noch unter die Augen treten kann! Denn der Handschlag am Ende eine Schlacht zwischen vorherigen Gegnern ist das beste Zeichen einer gut gelungenen Schlacht. Haben sich während der Schlacht sichtbar Zweikämpfe gebildet, sollte man als Dritter erst eingreifen, wenn der Verbündete zu Boden geht. Sicherlich entspricht dies nicht historischen Schlachten, entspannt aber etwas die angeheizte Atmosphäre und zieht die Schlacht zeitlich in die Länge, was vorteilhaft für die Kämpfer / -innen und die Zuschauer ist. Zweikämpfe mindern auch nachweislich das Verletzungsrisiko und geben auch Schlachtunerfahrenen, wenn auch vielleicht nur kurz, das Gefühl einen richtigen „Fight“ zu haben, ohne befürchten zu müssen von zwei „Schwergepanzerten“ umgerannt zu werden. Schlachtunerfahrene sollten grundsätzlich ein weißes Band am Schwertarm tragen, das ist keine Blamage oder Peinlichkeit, sondern sehr nützlich und hat sich schon oft bewährt, denn der Gegner kann sich so mehr auf seinen Schlachtpartner einstellen und wenn nötig, mehr Rücksicht nehmen. Schlachtunerfahrene sollten sich zusätzlich bei Vereinsfreunden über den Ablauf von Schlachten informieren, auch ruhig mit anderen Schlachtteilnehmern oder gegebenenfalls mit dem Veranstalter sprechen, um sich ein Bild machen zu können. Die Ausrede “Das hat mir keiner gesagt!“ zählt nicht!

Waffen:

·         keine LARP-Waffen => nur schaukampftaugliche Waffen, keine Zierwaffen

·         keine Morgensterne, Streitkolben, Lanzen / Spieße usw.

·         keine Entfernungswaffen; Ausgenommen Langbögen bis max. 50 pound mit abgepolsterten Pfeilspitzen (Tennisball)

·         alle Waffen dürfen keine sichtbaren Spitzen oder scharfe Kanten aufweisen

Rüstung/Panzerung:

·         man sollte alles für eine optimale Rüstung / Panzerung tun

·         der Torso muß mindestens durch Leder geschützt werden

·         es müssen mindestens Lederhandschuhe getragen werden, damit die Waffe nicht aus der Hand rutscht

·         es muß festes Schuhwerk getragen werden

Empfohlene Rüstung / Panzerung:

  • Kettenhemd

     

  • Kettenbeinlinge

     

  • Kettenhaube

     

  • Plattenhandschuhe
  • Helm , mit Gesichtsschutz
 
 
 
 
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Kurz erklärt
Festessen
"Die Speisen für Festessen mußten die Bauern als zusätzliche Abgabe aufbringen. Man aß mit Messern und Holzlöffeln oder mit den Fingern. Gabeln waren unbekannt. Gäste brachten ihr Besteck selber mit. Die Speisen wurden scharf gewürzt, um den Geschmack von altem Fleisch zu überdecken."
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