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Spektakelbericht

Bericht zum Spektakel

04.08.06 -13.08.06

 

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich fehlt ein Bericht zu unserem Spektakel auf unserer Homepage, doch um dem Vorwurf der Schönfärberei entgegenzutreten, überlasse ich die Kommentierung unseren Besuchern und Gästen. Im Gästebuch sind deren Eindrücke nachzulesen.

 

Ich berichte daher an dieser Stelle lieber über meine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken zur Veranstaltung.

 

 

Der Aufbau unseres Geländes unterlag dem Gedankengang, die nicht mittelalterlichen Dinge wie Bühne und großes Zelt, mit Bierzeltgarnituren,  an die Marktgrenzen zu legen. Wir platzierten Bühne und Zelt, welches ohne Seitenteile als Schattenspender oder Regenschutz dienen sollte, sichtbar zur Straße hin, damit aus den vorbeifahrenden PKWs heraus erkannt werden konnte, dass ein Besuch auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen möglich ist. Die Wege wurden mit Stroh abgestreut, unter dem Zeltdach Taverne, Spielplatz und Tische platziert. Für die Anreisenden waren die Standflächen ausgemessen und beschildert. Problematisch erwies sich die Teilnehmerkärtchen für Parkplatz, Durchfahrt und Durchgang erst bei Ankunft der Teilnehmer auszudrucken. Das Orgazelt, das wie ein Büro ausgestattet war, war ständig mit Mitarbeitern besetzt und diese hatten auch immer  gut zu tun. Im Nachhinein denke ich das manche arbeit hätte im Vorfeld erledigt sein können, hätten wir z.B. von Vereinen und Gruppen eine namentliche Auflistung der Teilnehmer oder die Angabe der Anzahl der Fahrzeuge gehabt.

Freitags mit einem Konzert zu starten erwies sich ebenfalls als unklug, da wir Einlass nur zum Konzertkartenpreis gewährten. Doch viele Besucher wollten einfach nur über den Markt schlendern. Die Besucherzahlen des Rockkonzertes mit Merlons Lichter und Saltatio Mortis waren grauenhaft schlecht, was nicht allein am Wetter lag, auch nicht an mangelnder Werbung sondern eher, daran, dass Konzertbesucher typische Szenegänger sind, die sich bei besseren Optionen für andere, größere Veranstaltungen entscheiden. In der Konsequenz kann man den Gedankengang, dass gute Bands eine sichere Bank sind und Ihre Kosten einspielen, getrost ad Acta legen. Bei wechselhaftem Wetter während der gesamten Zeit erreichten wir nur die Hälfte der gewünschten Besucherzahlen und verfehlten damit eine ausgeglichene Bilanz. Diesbezüglich erwies sich das Vorhalten von Gauklern, Zauberern, vorführendes Handwerk, Musikern über die gesamte Zeit als finanzielle Falle, die den Besuchern natürlich nicht aufgefallen ist. Die 10 Tagesveranstaltung führte unter den Teilnehmern zu einem sich näher kommen bis hin zu Freundschaften, dies unabhängig davon ob dies Lagerteilnehmer, Künstler oder Händler waren. Eines unserer Vereinsziele, Freundschaft unter den Teilnehmern aus ganz Deutschland zu stiften, ist erfüllt. Leider hatten wir noch keine Lagerteilnehmer aus dem Ausland, doch hoffen wir das unsere Veranstaltung eine wachsende ist und dieser Wunsch im kommenden Jahr Erfüllung finden wird.  Die gute Organisation, die wir ablieferten führte zur allgemeinen Hochstimmung, die dem Publikum in bereitwilliger Auskunftserteilung der Teilnehmer zu den dargestellten Dingen und Personen entgegenschlug. Hiermit sehen wir ein weiteres Ziel, dem Besucher die Möglichkeit zu geben sich zum Mittelalter zu informieren, absolut erfüllt. Unser Ziel Reenactment zu betreiben und die „Synode von Clermont“ nachzuspielen ist allerdings gescheitert. Dies lag an mangelnden Bewerbungen für unsere Hauptrollen. Nebenrollen erwiesen sich da als unproblematisch. Viele Bewerbungen erhielten wir noch in den letzten sechs Wochen vor unserer Veranstaltung, einem Zeitpunkt, zu dem wir schon abgeblasen hatten, da wir die Fehlbestzungen nicht mit Theaterschauspielern auffüllen wollten. Das Arbeiten mit einem Drehbuch mag der größte Hemmschuh gewesen sein, sicher aber auch unsere Erwartung sich frühzeitig für eine Darstellung festlegen zu müssen. Das Konzept „Reenactment“ muss also grundlegend überdacht werden. Doch sind auch hierfür schon Vorschläge von Euch bei uns eingegangen, die wir in den Pool der Gedankengänge einfließen lassen.

  

Betrachten wir nur eine Seite der Medaille, diejenige, die dem Besucher bzw. Teilnehmer sichtbar war, so können wir stolz auf unsere Erstveranstaltung sein. Die Fehler die wir gemacht haben spielten sich eher im kleinen Rahmen ab. Dafür dass wir auf diese aufmerksam gemacht wurden sind wir dankbar, denn sachlich korrekte und konstruktive Kritik führt dazu, dass wir uns verbessern können. Wir werden nun also in den kommenden Wochen und Monaten über Veränderungen, Terminierung, Konzepten und über größere finanzielle Sicherheit nachdenken. Wer aus der Gegend ist, darf uns gerne besuchen kommen. Ihr findet uns jeden Mittwoch im Kultursaal 66440 Blickweiler, am Ende der Straße „Zum Rosenhof“, von Blieskastel aus kommend die 2. Straße rechts.
 
 
 
 
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Indisches Salz
"Unter dieser Bezeichnung verstanden die Menschen im Mittelalter Zucker."
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